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Maserati-LogoMaserati Quattroporte I (1963–1969)

Maserati 4 porte, Maserati Tipo AM 107

Comm. 317

1958 Dialog zwischen Adolfo Orsi Sr. und dem Motorenentwickler Antonio „Tonino“ Reggiani, der gerade einen aus dem Maserati-Rennsportwagen 450 S abgeleiteten 5-Liter-V8-Rennbootmotor mit 400 PS auf dem Prüfstand hatte (Cozza 2017: S. 186):

Orsi: „Cosa state fazzendo ragazzi?“ (Was macht ihr denn da, Jungs?)

Reggiani : „Commendatore, stiamo provando un motore per la motonautica, questo motore da 5000 cc con 400 cavalli, addomesticato, farebbe la felicità degli americani sulle loro berline con un motore con 200 cavalli.“ (Commendatore, wir testen einen Motor für Motorboote. Dieser 5000-ccm-Motor mit 400 PS, gezähmt, würde die Amerikaner in ihren Limousinen glücklich machen mit einem Motor mit 200 Pferdestärken.)

Orsi: „Chissà che un giorno non la facciamo anche noi una berlina.“ (Wer weiß, vielleicht werden wir eines Tages auch eine Limousine machen.)

1961 „Der Journalist Gino Rancati soll, vom 200 km/h schnellen Jaguar Mark 10 im Jahr 1961 inspiriert, [Maserati-Juniorchef] Omer Orsi den Bau einer schnellen Reiselimousine vorgeschlagen haben“ (Lange 1993)

1962 private Bestellung (durch Karim al-Husseini, Aga Khan IV.?) eines 5000 GT mit vier Türen (Silli 2012: S. 80)
1962 1:10-Entwurfszeichnung (ital. Figurino)

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196x 1:10-Entwurfszeichnung 5-türiger Kombi (ital. Giardinetta, engl. Shooting Brake): „Maserati 4000“

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196x 1:8 Gipsmodell

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196x 1:1-Konstruktionszeichnung Dis. 600 (auf Transparentpapier) „Disegno costruttivo Berlinetta 107. 4 P.“

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196x 1:1-Ansichtszeichnung (Kreide auf schwarzem Tonpapier)

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1983 Projektliste Gina Bussolino (ved. Frua), S. 6:

ANNO 1962/63 - Studio e realizzazione BERLINA MASERATI – 4 Porte – 5 Posti –
Fatto Prototipo e 1 per Principe Aga Khan –
Poi passata in serie della Casa con molto successo –

Laut der Maserati-Produktionsliste baute Pietro Frua zwei Prototypen:

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1. Frua-Prototyp

Chassisnummer AM 107.002 (abweichend Reinecke 2017: 107.004)

Produktion der Bodengruppe: Forghieri, Maranello (I) (Cozza 2017: S. 217, Adolfo Orsi Jr., pers. Mitteilung 26.12.2021)

3?/1963 Fertigstellung der Karosserie im Studio Tecnico Pietro Frua, Torino (I)
Farbe: Dunkelblau, innen hellbraunes Leder
Merkmale: kein Mittelsteg in Lufteinlasshutze auf Motorhaube, vordere Blinker Weiß, Chromadeckungen für Wagenheberaufnahmen im Türschweller, Stahlräder mit 20 kleinen Löchern (Borrani Turbo Record bimetalliche), Armaturenbrett Schwarz, zentraler Tachometer im Armaturenbrett, Drehzahlmesser in der schwarzen Mittelkonsole, Dreiecksfenster-Rändelrad
Fahrzeug ohne Motor und nicht fahrbereit: Gaspedal fehlt, Auspuffrohre fehlen

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(4/1963) 1. Besitzer Maserati S.p.A., Modena (I)
(4/1963) Fotos auf dem Werksgelände von Maserati in Modena (I) (Quelle: Labordatum 4/1963 auf Kontaktabzügen im Frua-Nachlass)
zusätzliche Merkmale: 4,0-l-V8-Motor (Lichtenstein 2001: S. 70)?, zwei Auspuffrohre

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1963 Nutzung als Testfahrzeug durch Giulio Alfieri, Testfahrer Guerino Bertocchi und Ermanno Cozza auf den italienischen Schnellstraßen
Merkmale: britisches Kennzeichen 38 CYT, Maserati-Dreizack im Kühlergrill, Maserati-Logo vor Motorhaube, Frua-Signet und Radkappen entfernt

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12.8.1963 Montageblatt (ital. Scheda montaggio)
(Neue) Farbe: Dunkelgrau (ital. Grigio 16622 MM); innen: rotes Leder (ital. pelle rosso; lt. Produktionsliste: Rosso Roser)

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1964 Fotos im Giardino Ducale Estense (ehem. Giardini Pubblici)
Geänderte Merkmale: vordere Blinker Weiß/Gelb, Türgriffe mit Drucknopf hinten (wie AM 107.004)

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private Nutzung durch Omer Orsi
8/1964 (oder 1965?) unverschuldeter Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden, überholenden Lkw von Omer Orsi mit Familie auf der Brennerstraße (B 182) bei Gries am Brenner (A) (Adolfo Orsi Jr., pers. Mitteilung 26.12.2021)
Rücktransport des Unfallfahrzeugs nach Modena (I)
Fotos des Unfallfahrzeugs im Maserati-Werk in Modena (I); Archiv: Adolfo Orsi Jr.
Merkmale: Frontschaden vorn rechts, Frua-Signet am Kotflügel vorn rechts, beschädigtes Rad vorn rechts

2. Frua-Prototyp

Chassisnummer AM 107.004 (Reinecke 2018 abweichend: AM 107.002)

28.10.1963 Fertigstellung und Abholung durch Ermanno Cozza und Sig. Setti (Fahrer) mit Transporter im Studio Tecnico Pietro Frua, Torino (I) (Cozza 2017: S. 214)

28.10.1963 1. Besitzer Maserati S.p.A., Modena (I)
30.10.–10.11.1963 Präsentation auf dem Maserati-Stand beim 45. Salone Internazionale dell´Automobile in Torino (I)
Farbe: Hellblau (ital. Celeste Savidin? 4145) metallic?, innen: hellbraunes Leder (Conolly Vaumol VM 3218)
Merkmale: breiterer Dreizack im Kühlergrill, vordere Blinker Weiß/Gelb, Frua-Signets an den vorderen Kotflügeln, Stahlräder mit 9 trapezförigen Löchern (6.00-16, wie Serie), Radkappen mit Maserati-Dreizack auf rotem Untergrund, Türgriffe mit Druckknopf hinten (Serie: Druckknopf unterhalb), Innenspiegel verchromt, Lenkradkranz Schwarz, Armaturenbrett Edelstahl mit verchromtem Rand, zentraler Drehzahlmesser im Armaturenbrett, Tachometer in der Mittelkonsole über Edelstahlplatte mit verchromtem Rand, keine Klimaanlage, Teppiche und Kardantunnel hell(braun), Dreiecksfenster-Rändelrad, elektrische Fensterheber (Ducellier)

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Omer Orsi und Giulio Alfieri

 

 

 

 

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11/1963 Quattroruote:

„La linea della Maserati «4200» è, secondo noi, riuscita e sporatutto in armonia con la classe della vettura; ampia la sua finestratura rispetto alla linea della fiancata.“
(Die Linie des Maserati 4200 ist unserer Meinung nach gelungen und steht im Einklang mit der Klasse des Wagens; seine Fenster sind groß im Vergleich zur Seitenlinie.)

30.11.1963 Heinz-Ulrich Wieselmann (Auto Motor und Sport, Nr. 24, S.16) über die  Karosserie des Quattroporte I:

“Sie ist von Frua entworfen und zeichnet sich durch die gleiche ansprechende Ruhe und Zurückhaltung in der Linienführung aus wie der (auch von Frua stammende) Glas 1500, der übrigens auch in Italien voller Hochachtung betrachtet wird.”

1963/1964 Foto im Giardino Ducale Estense (ehem. Giardini Pubblici) mit dem Kennzeichen MO 81629 (zuvor genutzt für das Maserati 5000 GT Allemano Coupé AM 103.036 von Stewart Granger) (Adolfo Orsi Jr., pers. Mitteilung 26.12.2021)
9.3.1964 Montageblatt (ital. Scheda montaggio)

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1964 Nutzung als Testfahrzeug durch Giulio Alfieri, Testfahrer Guerino Bertocchi und Ermanno Cozza als Testfahrzeug udn für Typengenehmigung
temporärer Einbau einer hinteren Blattfeder-Starrachse vom Maserati 3500 GT zur Erprobung der Behebung von lauten Geräuschen beim Befahren unbefestigter Straßen eines Kundenfahrzeugs (lt. Produktionsliste: AM 107.042; Cozza 2017: S. 223 , 226–227)

(9/1966 ff. TPQ; Sonnery 2013: S. 38) Nutzung zum Test eines 3,1-Liter-V6-Motors für den 1970 Citroën SM (Lange 2013; Sonnery 2013, S. 58, 62 abweichend: Test des Motors in Panhard 24 CT und später in zwei Citroën DS mit verkürztem Chassis)

19xx Neue Chassisnummer: AM 107.086

19xx Neue Chassisnummer: AM 107.1092

(1971) Karosserie-Wrack auf dem Maserati-Werksgelände im Freien abgestellt (Crump & de la Rive Box 1979: S. 153; Chassisnummer: 1092)
Farbe: Grün; Merkmal: Blechhalterung auf Armaturenbrett

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1971

 

 

 

 

1968? 2. Besitzer: Omer Orsi, Modena (I)
(1977) Karosserie mit weiteren Maserati-Wracks auf Industriegände (Villaggio Industriale Torrazzi) in Modena im Freien abgestellt

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1977

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1977

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1980

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1985

 

2002 (km 82336?) 3. Besitzer: Adolfo Orsi Jr., Carpi Modena (I)

Vorserienfahrzeuge

? Chassisnummer AM 107.006

12.–22.3.1964 Ausstellung auf dem Maserati-Stand (39) beim 34. Internationalen Automobilsalon in Genf (CH)
Farbe: dunkel, innen: helles Leder
Merkmale (falls abweichend zu #002): schmalerer Maserati-Dreizack im Kühlergrill, keine Frua-Signets an den vorderen Kotflügeln, Türgriffe mit Druckknopf unterhalb (wie Serie), Innenspiegel Schwarz, Teppiche und Kardantunnel dunkel, Dreiecksfenster-Drehgriff verchromt

Ankündigung der Klimaanlage in der Pressemitteilung von Maserati, Lugano:

„Air-Condition-Anlage mit einem, durch Thermostat gesteuerten Kompressor, der auf dem Motor fixiert ist. Der Kompressor wird von zwei Riemen, welche zugleich die Wasserpumpe antreiben, aktiviert“

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(laut Reinecke 2018 könnte es sich beim ausgestellten Fahrzeug um Chassisnummer AM 107.014 handeln, das ebenfalls ein Prototypen-Armaturenbrett hat; dieses hat mehrfach die Farbe gewechselt und seit mindestens 1970 ein Holzlenkrad)

Serienproduktion

Bodengruppe aus gepresstem Stahlblech: Forghieri, Maranello (I) (Cozza 2017: S. 217; nur Frua-Prototypen oder auch Serienfertigung?)
Blechproduktion: O.TO.CAR, Grugliasco/TO (I) (Claudia Molino, pers. Mitteilung an Alfredo Zanellato Vignale 29.12.2021)
Rohkarosserie: Maggiora, Moncalieri/TO (I) (Cozza 2003; Bruno Maggiora, pers. Mitteilung an Adolfo Orsi Jr. 2020; vgl. Fotos Rohkarosserie vor dem Maggiora-Karosseriewerk im Archiv Adolfo Orsi Jr.)
Endmontage: Carrozzeria Alfredo Vignale, Grugliasco/TO (I) (Cozza 2003); Zanellato Vignale (2015: S. 253):

"It was Gino Molino of O.TO.CAR who had arranged this subcontract, knowing that Carrozzeria Frua, much smaller than Vignale, was not in a position to produce the quantities asked for by the House of the Trident. Originally Alfredo had refused the contract but then, needing to maximise production at the plant, overcame his pledge only to manufacture cars of his own design and agreement was made."

Serie 1 (1964–1966)

Tipo 107

Chassisnummern AM 107.006–520

 

 

 

 

Merkmale (falls von Frua-Prototypen abweichend): Kühlergrillgitter grobmaschiger, Radkappen mit Maserati-Dreizack auf blauem Grund, Armaturenbrett geändert (7 Instrumente im Instrumententräger hinter dem Lenkrad, Lüftung oder opt. Klimaanlage in der Mitte, Zeituhr [Smiths] rechts daneben), Dreiecksfensterbetätigung mit Kurbel

2. Juli 1964 Automobil Revue (Nr. 29/1964), S. 4:

„Entgegen anderslautender Meldungen wird Maserati auch in Zukunft seine Karosserien von den hierfür spezialisierten Unternehmen bauen lassen, und der neue «Quattro Porte» wird demzufolge von Vignale hergestellt. In den nächsten Tagen wird die Produktion von einem Wagen pro Tag anlaufen.“

21.7.1964 Produktionsbeginn: erstes Serienfahrzeug fertiggestellt; Auslieferung via Martinelli & Sonvico S.A. (Maserati-Importeur Schweiz), Chiasso & Lugano (CH) (Cozza 2017: S. 224)

31.10.–11.11.1964 Ausstellung von zwei Serienfahrzeugen auf dem Maserati-Stand beim Salone Internazionale dell´Automobile, Torino (I), gemeinsam mit dem 1964 Maserati Mistral Spider

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27.10.1965 Pressekonferenz mit Testfahrten auf dem Autodromo di Modena (I) (Orsini & Zagari 1982)

25.11.1965 Fahrbericht in der Automobil Revue (Cornil 1965b): seit kurzem optionales Automatikgetriebe lieferbar

5/1966 Produktionsende (Reinecke 2019b)

Serie 2 (1966–1967)

Tipo 107/A

Chassisnummern 1000–1500

 

 

 

 

Merkmale: Doppelscheinwerfer (vorher optional), breitere Kotflügel, blattgefederte Hinterachse, Armaturenbrett geändert (poliertes Walnußholz, Warnleuchten, Schalter), Konsole auf Kardantunnel geändert, Türverkleidungen Kunstleder mit senkrechten Nähten + Walnussleiste, optionale Kopfstützem

6/1966 Produktionsbeginn (Reinecke 2019b)

18.11.1966 “Design analysed-1. Maserati Quattro Porte” (Autocar)

4/1968 Testbericht in Road & Track

9/1968 Testbericht Sport Car Graphic

16.–26.10.1968 53. International Motor Exhibition, Earls Court, London (GB): Präsentation optionaler 4,7-Liter-Motor des Maserati Mexico

Serie 2½ (1967–1969)

Chassisnummern 2000–2500

Merkmale: Kofferraum-Fernentriegelung (vorher: Druckknopf außen), optionale Heckscheibenheizung, Wegfall Kartentaschen an Vordersitzlehnen

12/1968 Vergaser geändert (4,2: Weber 40 DCNF, 4,7 Weber 42 DCNF)

11/1969 Produktionsende (Reinecke 2019b)

Prominente Erstbesitzer

Politik, Religion, Adel:

Silvio Berlusconi (Ekko 2013)

Leonid Iljitsch Breschnew: #494

Fürst Rainier III. von Monaco: #376

Karim Aga Khan IV. (der auch 1962 Maserati 5000 GT Frua Coupé sowie einen der beiden 1971 Maserati Quattroporte II Frua besaß): #1436, #2112, #2434 (+ mindestens zwei weitere)

König Faisal von Saudi-Arabien

Prinzessin Margaret, Countess of Snowdon

Conte Giovanni Volpi di Misurata)

Prinz Don Fabrizio Ruffo di Calabria-Santapau

Wirtschaft:

Raul Gardini

Adolfo Orsi Sr.

Film:

Claudia Cardinale

Mario Cecchi Gori

Jacques Charrier: #1092

Stewart Granger

Sergio Leone

Sophia Loren

Marcello Mastroianni (zwei Exemplare): #164, #1206

Anthony Quinn: #2036

Alberto Sordi: #1436

Peter Ustinov: X397, X74

Musik:

Fred Bongusto (Ekko 2013)

Gianfranco Cecchele? (vgl. Fotos im Frua-Archiv)

Mario Del Monaco (Ekko 2013)

Felicia Weathers (Ekko 2013)

Sport:

Nino Benvenuti

 

(Quellen für alle obenstehenden Kapitel: Cozza 2003, Reinecke 2019a, 2019b, sowie die im Text genannten)

Verwendete Serienteile von anderen Fahrzeugen

Rechteckscheinwerfer (Cibié): 1961–1969 Citroën Ami 6, 1961–1964 Maserati 5000 GT Allemano Coupé, 1961 Maserati 5000 GT Bertone Coupé

– Stahlräder AM 107.002 (Borrani Turbo Record bimetalliche 6.00-16") AM 107.002: 1959–1965 Maserati 5000 GT Coupé (Giugno 2009: S.277)

– Stahlräder AM 107.004 + Serienfahrzeuge (Borrani Record Turbo Sport bimetalliche 6.00-16")

– Türgriffe AM 107.002: 1962 Maserati 5000 GT Frua Coupé (abweichend: Fiat 1300/1500 Limousine 1961–1966)

– Türschlösser: Mercedes-Benz (Reinecke 2019b)

– Klimaanlage (York) (Reinecke 2019b)

– Dreiecksfenster-Betätigung (2. Serie), vorn: Alfa Romeo Giulia Berlina, Fiat 2300 S (Reinecke 2019b

– Aschenbecher hinten (2. Serie): BMW Neue Klasse (Reinecke 2019b

– Schalter: Alfa Romeo (Reinecke 2019b)

– elektr. Fensterhebermotoren und -schalter (Ducellier)

– Nummernschildbeleiuchtung, hinten (Hella): Porsche 356 (Reinecke 2019b)

Technische Daten

Motor

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vornliegender wassergekühlter 8-Zylinder-Motor in V-Anordnung (90°), Zylinderblock und -köpfe aus Aluminium, vier kettengetriebene obenliegende Nockenwellen (4 ohc), V-förmig hängende Ventile, 5-fach gelagerte Kurbelwelle, Einfachzündung (Marelli), vier Fallstrom-Doppelvergaser (Weber 38 DCNL5), Trockensumpfschmierung mit Ölfilter im Hauptstrom

Bohrung x Hub

88 mm x 85 mm, Kompressionsverhältnis 8,5:1
4,7 Liter: 93,9 x 110 mm

Hubraum

4.136cm³

optional (ab Herbst 1968): 4.709 cm³

Leistung

260 DIN-PS (290 SAE-PS) bei ca. 5.200 U/min

4,7-Liter: 290 DIN-PS (300 SAE-PS) bei 5.000 U/min

max. Drehmoment

37 DIN-mkg (41,5 SAE-mkg) bei 4.000 U/min
4,7-Liter: 43 DIN-mkg bei 3.800 U/min

Leistungsgewicht

5,1 kg/PS

Kraftübertragung

hydraulisch betätigte Einscheibentrockenkupplung, vollsynchronisiertes Fünfganggetriebe (ZF) mit 5. Gang als Schnellgang, Stockschaltung, optional Automatikgetriebe (Borg-Warner, ab 11/1965) ungeteilte Kardanwelle, Hinterradantrieb

Vorderachse

Einzelradaufhängung (Alford & Alder) mit Trapez-Dreiecksquerlenkern, Schraubenfedern und Gummielementen, Teleskopstoßdämpfer, Drehstabstabilisator; Kugelumlauflenkung (Burman) auf Wunsch mit Servohilfe (ZF)

Hinterachse

Serie 1. De-Dion-Hinterachse (wie Rennwagen Maserati 250F und Tipo 60/61) mit je zwei Längslenkern, Schraubenfedern, Watt-Gestänge, Drehstabquerstabilisator

Serie 2: Starrachse (Salisbury) an Halbelliptik-Blattfedern, Teleskopstoßdämpfer, elastische Längsstützen, Drehstabquerstabilisator

Bremsen

Hydraulisch betätigte Scheibenbremsen (Girling), Servounterstützung (Girling), Zweikreissystem, Handbremse auf Hinterräder

Serie 1: Scheibenbremsen vorne außenliegend, hinten innenliegend am Differentialblock

Serie 2: vorne und hinten außenliegend

Karosserie

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Selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit innerer Bleckkastenverrippung, vorderer Hilfrahmen aus obenliegenden, kastenfömigen Vierkantprofilen, die der Luftzufuhr in den Innenraum dienen
(Werksangabe 3/1963: Blechkastenrahmen-Chassis)

Länge x Breite x Höhe

5.000 x 1.690 x 1.360 mm; Radstand 2.750 mm

Leergewicht

1.650 kg

Höchstgeschwindigkeit

230 km/h (Road & Track 4/1968: 130 mph), 4,7: 240 km/h

Beschleunigung 0–100 km/h: ? s (0–60 mph: 8,3 Sek., Road & Track 4/1968)

Verbrauch

18 Liter Super pro 100 km

Bauzeit

1963–1969

Stückzahl

2 Frua-Prototypen (1963)

Serie 1: 257 (258 Chassisnummern AM 107.006–520)
ab 21.7.1964: 82
1965: 148
bis Mai 1966: 27

Serie 2: 502 (Reinecke 2019b: falsche Summe 503; 251 Chassisnummern 1000–1500)
darin enthalten Serie 2½: 250 (jedoch 251 Chassisnummern 2000 bis 2500)
ab Juni 1966: 86
1967: 193
1968: 141
1969: 82

Summe Serie 1 + 2: 759 ( dto. Crump & de la Rive Box 1979)

Die von Tabucchi (2003: S. 253) genannten Chassisnummern stimmen nicht mit den
von Reinecke (2019b) genannten Stückzahlen überein.

Preis

10/1963: 40.000 CHF, 5,8 Mio. ITL

1964: 48.900 CHF (Reinecke 2019b)

1965: 50.200 DM, 51.000  CHF

1967: 53.200 CHF, 4,7: 56.700 CHF (Reinecke 2019b)

1968: 14.300 US-$ (Road & Track 4/1968)

1969: 58.000 DM (Lichtenstein 2001), 53.200 CHF (Reinecke 2019b)

(Quellen: Werksangabe, Oswald 1965)

Veröffentlichungen

Dierkes & von Rotz (2021)

Verwandte Fahrzeuge

1962 Maserati 5000 GT Coupé

1971 Maserati Quattroporte II „Aga Khan“