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Fiat 600 Elaborazione (1956)

Fiat Seicento Elaborazione Frua

Mit der Massenmotorisierung Italiens durch den Fiat 500 und Fiat 600 (3/1955–12/1969) wuchs der Wunsch vieler Besitzer nach einer Individualisierung ihres Fahrzeugs. Diesen bedienten viele italienische Carrozzieri, darunter Allemano, Boano, Canta, Frua, Ghia, Lombardi, Monterosa, Moretti, Pini Farina, Touring, Vignale, Viotti und Zagato (Quattroruote, Heft 7, August 1956: S. 30–36). Sannia (2004) nennt zusätzlich Bertone, Canta, Fissore, Giordano und Scioneri. Die als Elaborata oder Elaborazioni (ital. Gestaltungen, Ausarbeitungen) bezeichneten Karosseriemodifikationen erfolgten durch meist einfache Maßnahmen wie Zweifarbenlackierungen, Anbringen von falschen Kühlergrills, Zierleisten, verchromten Radkappen, Felgenzierringe und Weißwandreifen. Sie waren somit Vorgänger des seit den 1970er-Jahren zunehmenden Karosserietunings. Quattroruote (Heft 4, Mai 1956: S. 77.79) listet die folgenden Zubehörpreise:

Laut Tubbs (1956b) produzierte die Carrozzeria Pietro Frua 200 Elaborazioni pro Jahr. Wie sich diese auf einzelne Fahrzeugmodelle verteilten, ist leider nicht bekannt. Von den bekannten oder Frua zugeschriebenen Fiat 600 Elaborazioni sind keine zwei identisch, was ja im Sinne der Distinktionsinteressen Ihrer Käufer war. Die Elaborazioni der Carrozzeria Pietro Frua unterschieden sich nicht grundsätzlich von denjenigen seiner Kollegen, zumal die Anbauteile von denselben Turiner Zubehörherstellern stammten. Der von seinem 1950 Maserati A6G 2000 Spider übernommene zentrale Zyklopenscheinwerfer im falschen Kühlergrill, wurde außer von Frua auch von Canta, Fissore, Giordano, Pinin Farina, Scioneri, Siata und Viotti verwendet (Sannia 2004). Bei den nachfolgend mit vorangestellte Feragezeichen aufgelisteten Elaborazioni kann es sich somit auch um Fehlzuschreibungen zur Carrozzeria Pietro Frua handeln.

Fahrzeug 1

Fotos Pietro Frua

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Fahrzeug 2

8/1956 Foto in Quattroruote

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Fahrzeug 3: Fiat 600 Elaborazine Giannini

Zulassung mit dem Kennzeichen Roma 299495
1958 Teilnahmebeim XI. Rassegna d´Eleganza de la Carrozzeria; Startnummer 102

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? Fahrzeug 4

Zulassung mit dem Kennzeichen TO 207331
13.–14.7.2007 Teilnahme mit der Startnummer 21 an der 22. Rievocazione Storica della Stella Alpina in Trento (I)

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? Fahrzeug 5

Zulassung mit dem Kennzeichen PD 109477
8.6.2008 Foto Patrick Castelli in Abano Terme/PD (I)

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? Fahrzeug 6

Besitzer „aranin“, Fiano Romano/RM (I)
13.–22.5.2010 angeboten in restaurierungsbedürftigem Zustand auf eBay.it

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Fahrzeug 7: 100*188701

Fahrgestellnr. 100*188701 (= Baujahr 1956)
Motornr. 100.000*202727
1.2.1956 1. Besitzer Eligio Granucci, Lucca (I)
Zulassung mit dem Kennzeichen LU 24392
Sonderausstattung (Elaborazione Frua):

7.9.1963 2. Besitzer Carlo Gabrielli, San Pietro a Vico/LU (I)

4.12.1991 3. Besitzer Romeo Borelli und Enrico Menicucci, Carrozzeria Borelli & Menicucci, Capannori/LU (I)
1991 Neulackierung in originaler Zweifarbenkombination
15.6.2006 A.S.I.-Registrierung für historische Autos Nr. 175394
27.–28.2.2016 zum Verkauf angeboten bei der 1. Toscana Auto Collection in Lucca (I)

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5/2016 zum Verkauf angeboten via www.subito.it

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12.7.2016 4. Besitzer Roberto Frua, Starnberg (D)

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17.9.2016 Teilnahme an den Oldtimertagen in Fürstenfeldbruck
3.10.2016 Teilnahme am 19. Oldtimer-Treffen am Flugplatz in Jesenwang

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15.8.2017 Fotos und Video Kay MacKenneth (Classic-Car.TV)

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17.9.2017 Gewinner der Klassen „Little Italy Classic“ und „Best History“ beim Concours d´Elegance der Oldtimertage Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck (17.9.2017 Roberto Frua, pers. Mitt.)
29.4.2018 Gewinner der Klasse „Thorougbred and Micro Cars“ des 3. Internationalen CFC Preservation Concours im Rahmen des 5. Warm Up der Motorworld München

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Technische Daten

Basisfahrzeug

Fiat 600 (erste Serie, 3/1955–7/1960)

Motor

hinter der Hinterachse liegender wassergekühlter 4-Zylinder-Reihenmotor, durch Duplexkette angetriebene seitliche Nockenwelle, hängende Ventile mit Stossstangen und Kipphebeln, 3-fach-gelagerte Kurbelwelle, 1 Fallstromvergaser (Weber 22 DRA pder Solex C 22 BICF)

Bohrung x Hub

60 x 56 mm, Kompressionsverhältnis 7,0:1

Hubraum

633 cm³

Leistung

19 DIN-PS (21,5 CUNA-PS) bei 4.600 U/min; Kompressionsverhältnis 7,0:1

max. Drehmoment

4,0 mkg (DIN) bei 2.800 U/min

Leistungsgewicht

31,6 kg/PS

Kraftübertragung

hydraulisch betätigte Einscheibentrockenkupplung, 4-Gang-Getriebe vor der Hinterachse mit Stockschalthebel in Wagenmitte, Hinterradantrieb

Vorderachse

Einzelradaufhängung mit Dreiecksquerlenkern oben, Querblattfeder unten und hydraulischen Teleskopstoßdämpfer, Lenkung mit Schnecke und Sektor

Hinterachse

Einzelradaufhängung mit schrägen Dreiecklenkern und Schraubenfedern, hydraulische Teleskopstoßdämpfer

Bremsen

hydraulisch betätigte Trommelbremsen, mechanische Handbremse auf Getriebewelle

Karosserie

selbsttragende Ganzstahlkarosserie; zweitürige, viersitzige Limousine

Länge x Breite x Höhe

3.215 x 1.380 x 1.405 mm; Radstand 2.000 mm

Leergewicht

585 kg

Höchstgeschwindigkeit

101 km/h (Messung Automobil Revue)

Verbrauch

5,7 Liter Normalbenzin pro 100 km (CUNA 6 Liter pro 100 km/h)

Bauzeit

1956–?

Stückzahl

> 6

(Technische Daten nach Automobil Revue Katalog 1956, Oswald 1966, Sannia 2011)